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SchwermetalleZellcheck

Gadolinium

By Mai 16th, 2026No Comments

GADOLINIUM

Gadolinium ist ein metallisches Element der sogenannten seltenen Erden und wird vor allem als Konstrastmittel eingesetzt. Es erhöht die Kontrastunterschiede zwischen verschiedenen Geweben in einer MRT-Aufnahme erheblich. Gadolinium wird bspw. intravenös verabreicht, um Tumoren und entzündliche Veränderungen im Gehirn darzustellen. Bei Störungen der Blut-Liquor-Schranke kommt es zu einer Anreicherung im verdächtigen Bereich und liefert somit wichtige diagnostische Informationen

Expertentipp:

Gadolinium befindet sich inzwischen bereits in vielen Region im Grundwasser. Auch wenn Sie bisher keine MRT-Untersuchungen hatten, kann sich Gadolinium in Ihren Körper befinden. Sie können Ihre Gadoliniumbelastung in unserem Zellcheck messen lassen.

Mehr Information zu unserem Zellcheck finden Sie hier.

Vom Kontrastmittel in die Seen, Flüsse und ins Trinkwasser

In Deutschland findet sich immer häufiger das MRT-Kontrastmittel Gadolinium in den Gewässern und im Trinkwasser. Dieses Metall aus der Gruppe der Seltenen Erden gelangt über den Urin von Patienten ins Abwasser und kann in Kläranlagen nicht entfernt werden. Dadurch gelangt es in Flüsse, Seen und schließlich ins Grundwasser.

Forscher der Jacobs University Bremen haben festgestellt, dass Gadolinium inzwischen in vielen Regionen Deutschlands in erhöhten Konzentrationen vorkommt – sogar im Trinkwasser. Besonders betroffen sind Städte entlang des Rheins und der Ruhr, wie Düsseldorf, Köln, Essen und Duisburg, aber auch West-Berlin. Die Konzentrationen haben dort in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

Bleibt das Kontrastmittel im Körper?

Jein, der überwiegende Teil wird über die Niere ausgeschieden.

In komplexierter Form, so wie das Gadolinium in den zugelassenen Kontrastmitteln vorliegt, ist im Allgemeinen gut verträglich.
Im Jahre 2009 teilte die amerikanische Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit FDA mit, dass gewisse Kontrastmittel einen Warnhinweis tragen müssen, da sie eine seltene und manchmal tödlich endende Erkrankung namens Nephrogene Systemische Fibrose (NSF) auslösen könnten. Die europäischen Behörden warnten erstmals 2017 vor Kontrastmitteln, die Schwermetalle enthalten, die sich wiederum im Gehirn anreichern können.
Laut aktueller Hinweise des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weisen Studienergebnisse darauf hin, dass sich Gadolinium aus Kontrastmitteln in einigen Geweben ablagern könnte, beispielsweise in Leber und Niere, Muskeln, Haut, Knochen oder Gehirn.

Gadolinium-Belastung wird im MRT sichtbar

Bei Patienten, die mehrfach kontrastmittelverstärkte MRT-Untersuchungen erhalten haben, wurden nämlich bei einer späteren MRT-Untersuchung ohne Kontrastmittelgabe erhöhte Signalintensitäten in diesen Geweben nachgewiesen. Das deutet darauf hin, dass dort noch Kontrastmittel beziehungsweise Gadolinium vorhanden ist und offensichtlich nicht vollständig ausgeschieden wurde.
Gadolinium ist nebenbei ein bekanntes Lebergift, das sich außerdem besonders negativ bei bereits vorgeschädigten Nieren auswirkt. Deshalb werden vor der einen Kontrastmittelgabe immer die Nierenwerte kontrolliert.

Kontrastmittel können eine schwere Krankheit verursachen

Vor dem Einsatz von Gadolinium als Kontrastmittel ist die Erkrankung namens Nephrogene Systemische Fibrose NSF nicht aufgetreten.
Dabei handelt es sich um eine krankhafte Vermehrung des Bindegewebes der Haut, Muskulatur und der inneren Organe wie Leber, Herz, Lungen und Zwerchfell. Die Krankheit kann zu schweren Behinderungen und zum Tode führen. Mittlerweile hat man  die sieben Kontrastmittel in unterschiedliche Gefahrenkategorien eingeteilt.
So seien drei der Mittel laut FDA „chemisch instabiler“ als die übrigen. Das bedeutet, dass bei ihnen Leberschäden wahrscheinlicher sind als bei den restlichen vier. Falls Sie demnächst eine Kernspintomographie benötigen sollten, finden Sie hier die zwei der drei besonders bedenklichen Kontrastmittel. (Das dritte bedenkliche Mittel hat keine Zulassung in Deutschland.)

  • Magnevist® von Bayer,
  • Omniscan® von Covidiens

Kontrastmittel ausleiten

Wenn nun eine Kontrastmittelgabe unumgänglich ist oder sogar schon hinter einem liegt, was könnte man tun, um den Körper bestmöglich zu schützen? Natürlich kommt es zunächst auf die Art des Kontrastmittels an und auch auf die individuelle Entgiftungsfähigkeit des Körpers.
Im Falle gadoliniumhaltiger Kontrastmittel können gesunde Nieren das Metall im Laufe der Tage normalerweise wieder ausleiten. Daher sind nierenunterstützende Maßnahmen ideal:

Viel stilles klares Wasser und/oder
Tees mit durchspülen Kräutern wie Brennnessel, Goldrute, Birkenblätter etc. trinken.

Die Ausleitung von Gadolinium-Altlasten ist komplizierter

Liegt die Untersuchung schon weiter zurück, kann eine Chelattherapie (mit EDTA und wahrscheinlich noch besser mit DTPA (Diethylentriamin-pentaacetat) sinnvoll sein (dies jedoch nur intravenös).
Solche Behandlungen werden nur durch in Deutschland  ganzheitlich arbeitende Ärzte oder Umweltmediziner durchgeführt.
Gleichzeitig helfen zahlreiche Maßnahmen, die die Entgiftungsfähigkeiten des Organismus unterstützen. Diese sind natürlich bei jedem Kontrastmittel empfehlenswert. Zurzeit werden vor allem Liposomales Glutathion, Alpha-Liponsäure, Kurkumin und Phycocyaniden als mögliche Begleitmaßnahmen diskutiert.